Mitarbeiterführung und Personalentwicklung international

2. Dezember 2010

Veröffentlichungen

Die Globalisierung bringt es mit sich, dass sich immer mehr Unternehmen und Organisationen im internationalen Umfeld bewegen und über Landesgrenzen hinaus agieren, indem sie beispielsweise Joint Ventures eingehen, ausländische Tochterunternehmen gründen oder das Import- und Exportgeschäft ausweiten. Damit international tätige Unternehmen und Organisationen ihre Ziele erreichen und umsetzen können, ist eine systematische interkulturelle Personalentwicklung und Mitarbeiterführung erstrebenswert und sinnvoll.

Interkulturelle Mitarbeiterführung in internationalen Unternehmen

Interkulturelle Mitarbeiterführung in internationalen Unternehmen und Organisationen meint dabei, den Prozess der Zusammenstellung, Qualifizierung und Führung interkultureller Teams. Hierbei geht es in erster Linie, um die erfolgreiche und effiziente Zusammenarbeit zwischen Führungskräften und Mitarbeitern verschiedener Länder und somit auch unterschiedlicher Kulturkreise. In der tagtäglichen Zusammenarbeit führt dieses zwangsläufig zu kulturellen Überschneidungssituationen, in denen differente Denk- und Verhaltensmuster aufeinander treffen. Dieses betrifft allerdings nicht nur die im Ausland arbeitenden Mitarbeiter, sondern auch die Angestellten im Inland, denn auch hier, treffen diese vermehrt mit anderen Kulturen zusammen.

Diese Formen der internationalen Zusammenarbeit können zu unerwarteten Problemen und Unsicherheiten führen. Der interkulturellen Handlungskompetenz zur Begegnung kultureller Unterschiede wird daher eine immer höhere Bedeutung beigemessen.Der Erfolg von internationalen Unternehmen und Organisationen, ist im Vergleich zu nationalen Unternehmen und Organisationen, von weitaus komplexeren Faktoren abhängig. Allein fachliche Kompetenzen, der Mitarbeiter und Führungskräfte, reichen dabei meist nicht aus, denn um kulturellen Unterschieden gerecht zu werden, bedarf es zusätzlicher Fähigkeiten und Qualifikationen.

Interkulturelle Aspekte bei der internationalen Mitarbeiterführung

Damit die Mitarbeiterführung in internationalen Unternehmen und Organisationen gelingen kann, ist es wichtig zu wissen, welche kulturellen Unterschiede die internationale Zusammenarbeit beeinflussen können. Die Herausforderung besteht darin, trotz der großen Vielfalt an kulturellen Prägungen eine gemeinsame Unternehmens- und Organisationsidentität aufzubauen.Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung, sind nicht nur die Unternehmen und Organisationen, sondern speziell auch die Führungskräfte gefordert. Führungshandeln, das in einem Land erfolgreich ist, bleibt nicht selten in einem anderen Land erfolglos. Je nach kulturellem Kontext und der kulturell unterschiedlich geprägten Mitarbeiter, wird von Führungskräften ein anderes Agieren und Reagieren erwartet. Allerdings reicht zu einer optimalen Mitarbeiterführung das alleinige Wissen über bestehende kulturelle Unterschiede nicht aus. Es muss auch ein selbstreflexives Bewusstsein über den Einfluss der eigenen kulturellen Prägung vorhanden sein, sowie ein flexibles Verhaltensrepertoire, das dazu befähigt, mit fremdkulturellen Teams wertschätzend umzugehen, dieses zu motivieren und erfolgreich zu führen.

Internationale Mitarbeiterführung und Teambildung

Diese Kompetenzen lassen sich lassen sich in dem Begriff Interkulturelle Handlungskompetenz zusammenfassen. Interkulturelle Handlungskompetenz setzt das Wissen über verschiedene kulturelle Standards und kulturell bedingte Zusammenhänge voraus sowie die ressourcenorientierte Wahrnehmung von kultureller Verschiedenheit. Fehlen diese einer Führungskraft, dann häufen sich Konfliktpotenziale, was zu einer Misstrauensspirale und Behinderung der Zusammenarbeit innerhalb eines internationalen Unternehmens führen kann. Für die internationale Mitarbeiterführung, ist es außerdem wichtig und unerlässlich, typische Teamentwicklungsprozesse (Phasen der Teambildung: Kennenlernen, Vertrauensaufbau,… usw.) zu kennen und diese in den internationalen Kontext zu bringen. Denn auch hier können sich durch kulturelle Unterschiede, Differenzen ergeben, die sich statt positiv negativ auswirken. Zum Beispiel kann es sein, dass internationale Teams, aufgrund ihrer kulturellen Heterogenität, mehr Zeit in der Anlauf- und Kennenlernzeit benötigen, als kulturell homogene Teams, aber dafür in schwierigen Phasen beständiger und effektiver arbeiten.

Herausforderungen internationaler Mitarbeiterführung

Interkulturelle Zusammenarbeit steht somit vor besonderen Herausforderungen, denn die Mitglieder internationaler Teams können nicht von einer geteilten, gemeinsamen Grundüberzeugung und gleichen Denk- und Verhaltensweise ausgehen.
Und gerade deswegen kommen der interkulturellen Mitarbeiterführung und den dadurch entstehenden Herausforderungen, Schlüsselpositionen in der Personalentwicklung internationaler Unternehmen und Organisationen zu. Als ein wichtiger Bestandteil der internationalen Personalentwicklung, sind interkulturelle Trainings zu sehen, die den Führungskräfte, aber auch den Mitarbeitern, durch verschiedene Maßnahmen interkulturelle Kompetenzen vermitteln.

Statistiken belegen die Notwendigkeit einer systematischen interkulturellen Personalentwicklung

Was die Notwendigkeit einer systematischen und professionellen interkulturellen Personalentwicklung deutlich macht, sind die teilweise immensen Kosten, die sich durch Fehlbesetzungen, gescheiterte Projekte oder durch vorzeitige Abbrüche von Auslandsentsendungen ergeben. Als häufigste Ursache für das Scheitern wird ein Mangel an interkultureller Handlungskompetenz genannt.
Können hingegen, die kulturellen Unterschiede aufeinander abgestimmt und dadurch synergetische Effekte erzeugt werden, kann dies zu neuen Ressourcen und Potenzialen führen, die insgesamt zu einem Wettbewerbsvorteil beitragen können. Internationale Mitarbeiterführung und Personalentwicklung sind somit zentrale Erfolgsfaktoren internationaler Unternehmen und Organisationen.

 

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