Neuer Migrationsbericht für 2012 – Wenige Fachkräfte bleiben

30. Januar 2014

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Laut dem Bundesamt für Migration sind 2012 mehr als eine Million Menschen nach Deutschland gezogen – so viel wie seit 1995 nicht mehr. 712.000 wanderten hingegen aus.

Die meisten Zuzügler kommen aus Europa (58 %), zudem stieg die Quote von zugewanderten Fachkräften aus Nicht-EU Ländern deutlich. Rechnet man die knapp über 700.000 Immiganten dagegen, ist die Bevölkerung in Deutschland im Jahr 2012 lediglich mit etwa 300.000 gewachsen. Schaut man sich hier die Zahlen etwas genauer an, fällt deutlich ins Auge, dass viele zugewanderte Fachkräfte Deutschland nach kurzer Zeit wieder den Rücken zukehren. So verließen beispielsweise mehr als 50% polnischer Zuwanderer das Land wieder.

Bedenkt man, dass in Deutschland in vielen Bereichen bereits Fachkräftemangel herrscht und es diverse EU-Programme gibt, die eine Anwerbung von Fachkräften aus Süd- und Osteuropa fördern, enttäuschen diese Zahlen natürlich. Für viele Unternehmen aber auch in anderen Sektoren wie etwa. im Gesundheitsbereich sind qualifizierte Fachkräfte überlebenswichtig.

Unserer Erfahrung nach ließe sich die Quote erheblich verringern, da häufiger beinflussbare (kulturelle) Rahmenbedingungen Einfluss haben als „handfeste“ wirtschaftliche Faktoren. So sorgt etwa ein ungewohnter Umgang mit Kollegen am Arbeitsplatz oder ein anderer Führungsstil von Vorgesetzten für zusätzliche Schwierigkeiten bei der Integration. Diese Anlaufschwierigkeiten können durch gezielte interkulturelle Trainingsmaßnahmen deutlich reduziert werden. Weiterhin erhöht ein interkulturelles Training für die Zugewanderten und optimalerweise auch für die deutschen Kolleginnen und Kollegen die Synergie von multikulturellen Teams.

 
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