Ausbildung zum Zukunftskonferenz-Moderator (m/w/d)

Zukunftskonferenz-Moderator / Zukunftskonferenz Methode: Eine Zukunftsvision entwerfen und tiefgreifende Veränderungsprozesse in Gange setzen: Die Zukunftskonferenz als niedrigschwelliges, praktisches und umsetzungsorientiertes moderiertes Beteiligungsformat

„Die Zukunft kann man am besten vorhersagen, wenn man sie selbst gestaltet“ – schon Alan Kay, ein berühmter amerikanischer Informatiker, erkannte bereits früh den Mehrwert einer vorausschauenden Zukunftsplanung. Das Instrument der Zukunftskonferenz, bei dem es sich um ein von Marvin Weisboard und Sandra Janoff entwickeltes, einfach strukturiertes Format handelt, stellt dabei eine geeignete Methode dar, um in Großgruppen Ziele zu erarbeiten, gemeinsame Werte zu entdecken und aus Visionen einen konkreten Handlungsplan zu entwickeln. Auf Grund ihrer starken demokratischen Komponente bietet die Zukunftskonferenz allen Interessierten die Möglichkeit, die Zukunft aktiv mitzugestalten, neue Impulse zu setzen und somit tiefgreifende Veränderungsprozesse anzustoßen.

Angesichts der wachsenden Forderung nach mehr Mitsprache und Beteiligung in den Umfeldern vieler Unternehmen, Vereine und Institutionen liegt ein Lösungsansatz zur Bewältigung der beschriebenen Herausforderungen in der aktiven Einbindung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die zukünftige Entwicklung. Im Rahmen von verschiedenen Arbeitsphasen begeben sich die Beteiligten in selbststeuernden Gruppen in einen intensiven Austausch miteinander, lernen zugleich voneinander, erschaffen gemeinsam Zukunftsvisionen und planen schließlich konkrete Maßnahmen, um den vorher im Kollektiv entwickelten Zielen näher zu kommen. Statt Problemen und Konflikten stehen dabei stets Chancen und Potentiale im Zentrum der Betrachtungen einer Zukunftskonferenz. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer äußern dazu während der Veranstaltung Wünsche, Kritik, Unsicherheit und Hoffnungen und reden somit über das, was ihnen und allen anderen unter den Nägeln brennt, um im Anschluss gemeinsam zu überlegen, welche Verbesserungsmöglichkeiten bestehen. Allen Ideen, die stets von den Beteiligten selbst erarbeitet und nicht durch übergeordnete Ebenen vorgegeben werden, wird dabei stets Raum und Akzeptanz verliehen („bottum-up“ statt „top-down“).

Besonders geeignet ist die Methode der Zukunftskonferenz für folgende Prozesse:

  • Erfolgreiche Gestaltung von Personalentwicklungsprozessen sowie von Change-Management-Prozessen in Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen
  • Sicherstellung einer zukunftsfähigen Entwicklung unter Miteinbeziehung der Mitgliederinnen und Mitglieder in Vereinen, Kirchengemeinden und ehrenamtlichen Institutionen
  • Entwicklung und Erhalt von Dörfern und Stadtteilen als attraktive Wohn-, Lebens- und Arbeitsstandorte unter Miteinbeziehung der Einwohnerinnen und Einwohner
  • Konfliktbewältigung und Kreativworkshops in Arbeitsagenturen und Jobcentern
  • Multinationale Teams/Projekte: Zukunftswerkstatt zur Findung gemeinsamer Ideen und Ziele im spezifischen Arbeitskontext
  • Entwicklung gemeinsamer Ideen und Ziele im spezifischen Arbeitskontext in multinationalen Projektteams

Viele Beispiele erfolgreich durchgeführter Zukunftskonferenzen zeigen, welche enormen positiven Auswirkungen auf die Entwicklung der Unternehmen, Organisationen und Vereine zu erwarten sind. In einer Vielzahl an durchgeführten Veranstaltungen hat sich das Format in den vergangenen Jahrzehnten sowohl in zahlreichen thematischen Kontexten (u.a. in Unternehmen, Dörfern, Vereinen, Schulen, Kirchengemeinden) als auch in vielen unterschiedlichen Ländern und Kulturen bewährt. Die unterschiedlichen kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Zugehörigkeiten der Teilnehmer*innengruppen wie beispielsweise das Alter, die sozio-ökonomische Situation oder die Herkunft beeinflussten die Ergebnisse der Zukunftskonferenzen dabei in keinster Weise.

Inhalte und Ablauf der Zukunftskonferenz

Die inhaltliche und zeitliche Abfolge einer Zukunftskonferenz sind bewusst gestaltet. In wechselnden Gruppenzusammensetzungen und in systematisch aufeinander aufgebauten Arbeitsphasen werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz zunächst der Historie bewusst (Vergangenheitsphase) und identifizieren Stärken, Schwächen, Handlungsbedarfe und Entwicklungspotenziale (Gegenwartsphase), bevor sie schließlich ein gemeinsames Zukunftsbild entwerfen, Arbeitsgruppen gründen und konkrete Maßnahmen planen (Zukunftsphase). Die gemeinsam miteinander gestaltete Zukunftsvision, die schließlich durch die Planung konkreter Maßnahmen und Projekte nachhaltig gefestigt wird, kann nur dann entstehen, wenn alle Teilnehmer*innen ihre Erfahrungen und ihr Wissen teilen und an einem gemeinsamen Ziel arbeiten.

Für das erfolgreiche Gelingen einer Zukunftskonferenz ist neben dem Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Rolle des Moderators (m/w/d) in anregender und unterstützender Funktion essentiell.

Unsere Ausbildung zum „Zukunftskonferenz-Moderator (m/w/d)“ befähigt Sie dazu, selbstständig als Moderator*in für Zukunftskonferenzen tätig zu werden und diese Methode in Ihren Alltag einzubringen.

Wir vermitteln Ihnen Inhalte aus den folgenden Bereichen:

  • Rahmenbedingungen einer Zukunftskonferenz
  • Ablauf und einzelne Phasen einer Zukunftskonferenz: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
  • Ziele einer Zukunftskonferenz
  • Anforderungen an den Moderator / die Moderatorin
  • Vorstellung bisheriger Ergebnisse von Zukunftskonferenzen
  • Anwendungsbereiche von Zukunftskonferenzen

Abgrenzung vom Format der „Zukunftswerkstatt“

Im Vergleich zur Zukunftswerkstatt handelt es sich bei einer Zukunftskonferenz um ein kommunikationsintensiveres Format mit einer eher heterogenen Teilnehmer*innengruppe, die sich aus unterschiedlichen Interessensgruppen des gesamten Systems zusammensetzt. Daneben unterscheidet sich auch der grundlegende Aufbau der beiden Beteiligungsinstrumente: Bei einer Zukunftskonferenz stehen dabei nicht Probleme und Konflikte im Zentrum der Betrachtungen, sondern es werden Chancen und Potentiale erkannt, um eine nachhaltige Zukunftsperspektive zu schaffen. Der Einsatz der Methode der Zukunftswerkstatt eignet sich daher eher bei der Bewältigung einer konkreten Problemstellung, während es bei Zukunftskonferenz um die kollektive Erarbeitung einer Zukunftsvision geht, welche viele Teilbereiche des gesamten Systems umfassen kann.

Sie lernen

Mit einer Ausbildung als „Moderator (m/w/d) von Zukunftskonferenzen“ verfügen Sie über das notwendige Wissen, eine Zukunftskonferenz zu planen und zu organisieren, zu initiieren und durchzuführen. Sie sind vertraut mit den verschiedenen Methoden und Techniken, die die Phasen begleiten und sind in der Lage, diese gezielt anzuwenden und Maßnahmen zu implementieren.

Methoden

Wir legen in der Ausbildung großen Wert darauf, sowohl theoretisch fundiertes Wissen zu vermitteln als auch praktische Anwendung zu üben. Zu diesem Zweck erfahren Sie einerseits auf der Teilnehmer*innen-Ebene, wie sich durch kreatives Andersdenken Grenzen überwinden und Lösungen finden lassen, andererseits aber auch auf der Moderationsebene, wie Sie selbst eine Zukunftskonferenz durchführen.

Teilnehmer*innenkreis

Die “Ausbildung Zukunftskonferenz-Moderator (m/w/d)” richtet sich an Personen, die bereits als Moderatoren / Moderatorinnen, Mediatoren / Mediatorinnen oder Supervisoren tätig sind. Zudem richtet sich der Workshop an Personen, die in (internationalen) Arbeits- oder Projektteams wirken sowie an Teilnehmer*innen, die bereits eigene Erfahrungen mit der Methode gesammelt haben und ihr Anwendungsrepertoire erweitern möchten. Daneben richtet sich die Ausbildung besonders an kommunale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie an ehrenamtlich Tätige

Für Organisationen, Institutionen und Kommunen bieten wir interne Schulungen an.

Organisatorisches

Dauer: 2 Tage
Termin: Auf Anfrage
Seminarnummer: ZK

Seminarzeiten: je Tag 1: 10:00-18:00 Uhr, Tag 2: 09:00-17:00 Uhr
Teilnehmer*innenzahl: max. 12
Ort: Göttingen, Groner-Tor-Str. 33

Unsere Seminarräume im Herzen von Göttingen

Seminarzentrum IKUD Seminare Göttingen

Ihre Trainer: Mathias Rebmann, M.Sc. und Daniel Weber, B.Sc.

Mathias Rebmann, M.Sc. und Daniel Weber, B.Sc.

(über die Dozenten)

Preis: 780,- € zzgl. gestzl. MwSt. (928,20 € brutto)

Absolventenbonus: Als Absolvent/in unserer “Ausbildung zum interkulturellen Trainer (m/w/d)” zahlen Sie für dieses Seminar nur 660 € (15% Rabatt, brutto = 785,40 €). Wenn Sie zudem Privatzahler/in oder Mitarbeiter*in einer gemeinnützigen Organisationen sind, zahlen Sie für dieses Seminar nur 620 € (20% Rabatt, brutto = 737,80 €).

Tagungsgetränke und -bewirtung sowie Seminarunterlagen sind im Preis enthalten.
Wir würden uns über Ihre Teilnahme an dieser Veranstaltung freuen.
Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat.

Interesse zu einem anderen Zeitpunkt?

Interesse zu einem anderen Zeitpunkt
© Igor Negovelov – stock.adobe.com

Bitte tragen Sie sich auf unsere Liste für Interessent*innen ein und wir informieren Sie über alternative Durchführungstermine. Auf Wunsch erstellen wir Ihnen gern ein Angebot für eine Inhouse-Durchführung:

Zukunftswerkstatt / Zukunftskonferenz: Unternehmens- und Organisationsprozesse neu gestalten

Für Organisationen, Institutionen und Kommunen, die vor weitreichenden und unumgänglichen Veränderungsprozessen stehen und hierbei alle direkt und indirekt Betroffenen in die Lösungsfindung mit einbeziehen möchten, bieten wir die Möglichkeit einer internen Durchführung an. So können Sie sicher gehen, dass der Veränderungsprozess von allen mitgetragen wird. Damit sind eine größtmögliche Motivation der Beteiligten und eine besondere Effektivität bei der Umsetzung möglich.

Wir führen diese Veranstaltungen gerne Inhouse bei Ihnen vor Ort durch. Alternativ ist natürlich die Nutzung unserer Seminarräume in Göttingen möglich.
Dauer: 2 Tage – Termin nach Absprache.

Durchführung Inhouse

Seminare Inhouse
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Bei Interesse an einer Durchführung dieses Seminars Inhouse kontaktieren Sie uns bitte über folgendes Kontaktformular oder telefonisch. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Ausbildung Zukunftskonferenz-Moderator (m/w/d): Über die Dozenten

Daniel Weber

Daniel Weber (*17. Juli 1987 in Daun) hat seinen Bachelor-Abschluss im Bereich Volkswirtschaftslehre an der Universität Trier absolviert. Nach seinem Studium zog es den heimatverbundenen Hochschulabsolventen zurück in die Vulkaneifel. Dort arbeitet er seit Mai 2018 als Projektmanager in der Dorfentwicklung bei der Verbandsgemeindeverwaltung in Daun, wo er im sogenannten WEGE-Büro tätig ist. Die Abkürzung WEGE steht dabei für „Wandel erfolgreich gestalten“. Im Zentrum des WEGE-Prozesses steht die zukunftsfähige Bewältigung der Herausforderungen des Demographischen Wandels, welche in der dünn besiedelten Vulkaneifel besonders spürbar sind. Daher werden seit 2016 Zukunftskonferenzen in den kleinteiligen Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Daun durchgeführt, für deren Vorbereitung, Organisation und Moderation Daniel Weber hauptverantwortlich ist. Daneben ist er aber auch in der ehrenamtlichen Vereinsarbeit auf vielfältige Art und Weise tätig: Seit 2006 ist der ausgebildete C-Vereinsmanager 2. Vorsitzender seines Heimatvereins FC Kirchweiler.

Mathias Rebmann

Mathias Rebmann (*2. Dezember 1991 in St. Ingbert) arbeitet als Projektmanager in der Dorfentwicklung und ist schon seit vielen Jahren in seiner saarländischen Heimat ehrenamtlich in zwei Sportvereinen tätig. Nach seinem Bachelor-Studium der Angewandten Geographie (Schwerpunkt Humangeographie) sowie seinem Master-Studium der Stadt- und Regionalentwicklung war für Mathias Rebmann schnell klar, dass seine berufliche Zukunft in der Dorfentwicklung liegt: „Ich möchte gerne mit anpacken und durch meine Unterstützung dazu beitragen, unsere Dörfer als attraktive Wohn- und Lebensstandorte zu erhalten. Die Zusammenarbeit mit den Dorfbewohnern bereitet mir dabei unwahrscheinlich große Freude!“. Nach einer Tätigkeit im WEGE-Büro der Verbandsgemeinde Daun hat ihn sein beruflicher Werdegang schließlich in den Landkreis Südwestpfalz geführt, wo er als Projektverantwortlicher das Programm „Zukunfts-Check-Dorf“ betreut. Daneben verfügt der 29-jährige über vielfältige Erfahrungen in der Vereinsarbeit: Neben jahrelangen Tätigkeiten in Vorstand und Planungsteam des örtlichen Handballvereins HG Itzenplitz übt Herr Rebmann aktuell im Fußballbereich das Amt des Spielertrainers bei seinem Heimatverein SC Wemmatia Wemmetsweiler 1930 e.V. aus.

Artikel- und Seminarhinweise zum Thema “Ausbildung Zukunftskonferenz”

Zukunftskonferenz Methode
© alphaspirit – stock.adobe.com
    2 Tage

    780,- € zzgl. gestzl. MwSt. (928,20 € brutto)

    Präsenz, Inhouse

    Kurs ID:
    ZK

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    Erfahrungen & Bewertungen zu IKUD Seminare - Interkulturelles Training & Trainerausbildung