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Das deutsche Gesundheitswesen ist zunehmend einem immensen Strukturwandel unterworfen. Verantwortlich hierfür sind neben der demographischen Entwicklung und neuer Arbeitszeitenregelung auch Migrationsbewegungen.
Der Eintritt der ersten Migrantengeneration in das Rentenalter zeigt im Bereich Pflege beispielhaft, welche Umwälzungen in den nächsten Jahren in der Gesundheitsbranche auf uns zukommen. Interkulturelle Kompetenz ist die neue Schlüsselqualifikation, die für Klinikpersonal, Ärzte und Pflege unerlässlich ist. Sei es bei der Integration ausländischer Assistenzärzte im Team oder in der Kommunikation mit der Patientin aus einer anderen Kultur – ohne die Fähigkeit, mit dem „Fremden“ erfolgreich zu interagieren, wird die Gesundheitsbranche nicht bestehen können.
Weiterbildung im Bereich „Interkulturelle Kommunikation“ ist somit unumgänglich. Mitarbeiter in der Krankenhausverwaltung, Ärzte, Pflegepersonal und sonstige im Gesundheitswesen Tätige müssen intern geschult werden oder eine Trainingsmaßnahme besuchen. Dafür werden interkulturelle Trainer/innen gebraucht, die speziell für diesen Bereich Weiterbildungen konzipieren und durchführen.
IKUD® Seminare bietet ab Frühjahr 2010 in Kooperation mit KomMedikus eine praxisnahe, umfassende „Ausbildung zum interkulturellen Trainer (m/w) im Gesundheitswesen“ an.
Mit dieser Kooperation gelingt die auf dem Markt einzigartige Verknüpfung von komplexer interkultureller Trainerausbildung durch IKUD® Seminare und Spezialisten mit Praxiserfahrung aus der medizinischen Branche.
Diese Ausbildungssequenz vermittelt Ihnen die wesentlichen theoretischen und praktischen Kompetenzen für die Durchführung eigener interkultureller Trainings. Der Entwicklung eines eigenen Programms bzw. Trainings kommt hierbei besondere Bedeutung zu. Damit erlangen Sie gegenüber Ihren potentiellen Mitbewerbern einen wesentlichen Vorteil: Sie haben bereits verwertbare Materialien bzw. Programme, die Sie in sofort in die Tat umsetzen können. Der spezielle Input für den Kontext Klinik, Arztpraxis und Pflege(-Ausbildung) befähigt Sie, genau auf diesen Bereich zugeschnittene Fort- und Weiterbildungen durchzuführen.
Inhalte
Modul 1: Kommunikation in der Gesundheitsbranche – Kernkompetenzen und interkultureller Kontext
Kommunikative Kompetenzen sind im Klinikalltag und in der Arztpraxis unerlässlich. Modul 1 vermittelt Grundlagen zu Kommunikationsmodellen, speziell auch für den interkulturellen Kontext. Techniken wie „Aktives Zuhören“ ermöglichen es den Teilnehmern/innen, zukünftig Gespräche effektiv zu gestalten – sowohl mit deutschen als auch mit ausländischen Patienten und Mitarbeitern.
Thematisiert werden zudem kulturell unterschiedliche Sichtweisen von Gesundheit und Krankheit, z. B. die Frage der Ursachenzuschreibung und die Rollen von Arzt/Pflegepersonal/Patient. Dabei werden die Teilnehmer/innen hinsichtlich religiöser und kultureller Divergenzen sensibilisiert und bekommen konkrete Tipps für die Gestaltung eigener interkultureller Sensibilisierungstrainings.
Vermittelt werden Grundlagen der Kommunikation und interkulturellen Didaktik: - Einführung in die interkulturelle Kommunikation - Kommunikationsmodelle: „Aktives Zuhören“ - Gesundheit und Krankheit – kulturelle Sichten - Überblick der wichtigsten theoretischen Ansätze interkulturellen Trainings - Instrumentarium eines interkulturellen Trainers - Didaktische Grundprinzipien der interkulturellen Kommunikation - Einübung der Praxi
Modul 2: Trainings für das medizinische Arbeitsfeld gestalten
Bei der Gestaltung von interkulturellen Trainings für medizinisches Personal ist die Zielgruppenanalyse ist eine wichtige Grundlage. Je nachdem, ob z. B. Assistenzärzte oder Verwaltungsmitarbeiter geschult werden sollen, muss eine Schulungsmaßnahme unterschiedlich aufgebaut werden. Dementsprechend lernen die Teilnehmer/innen, wie anhand der Zielgruppenanalyse spezifische Trainings designed werden. Konkrete Elemente und Übungen für den Einsatz im Training werden vorgestellt und von den Teilnehmern selber durchgeführt und reflektiert. Nach der Entwicklung einer Grundidee für ein eigenes Training werden von den Teilnehmenden unter Anleitung selbstständig Übungen generiert und modifiziert, z. B. Simulationen, Rollenspiele oder Kommunikationsübungen. Grundlage hierfür sind die vorgestellten und diskutierten Kulturmodelle.
Auf der Agenda von Modul 2 stehen dementsprechend folgende Themen: - Kulturelle Dimensionen und Kulturstandards - Didaktische Sozialisation und deren Bedeutung für die Trainingsgestaltung - Einführung in die Programmentwicklung - Zielgruppenanalyse - Auswahl und Entwicklung von Trainingsmethoden und Trainingsmaterialien
Modul 3: Fallmethode und interkulturelle Konfliktlösung
Die Fallmethode ist gerade im medizinischen Bereich ideal, um (Konflikt-)Situationen alltäglicher interkultureller Begegnung zu analysieren und einen optimalen Lerneffekt zu erreichen. Deshalb widmet sich Modul 3 intensiv dieser Methode interkulturellen Trainings. Wie Konflikte kultursensibel gelöst werden, wird vermittelt und intensiv bearbeitet. Anhand konkreter Beispiele aus der Realität lernen und reflektieren die Teilnehmenden, wie Konflikte beispielsweise aus dem Klinikalltag auf kulturelle Dimensionen zurückgeführt werden können und wie man in Trainings selbst diese Kompetenz vermittelt. Übungen und Rollenspiele werden von den Teilnehmenden unter fachkundiger Anleitung selbst erarbeitet und können so angepasst an den individuellen Aufgabenbereich eingesetzt werden.
Dargestellt und bearbeitet werden folgende Themenbereiche: - Einführung in die Methode der Kritischen Ereignisse - Kulturassimilatoren - Konflikttheorie (Konflikttypen, Stufen eines Konflikts und Konfliktlösungsstrategien) - Umgang mit „schwierigen Patienten“ - Durchführung von Simulationen, Rollenspielen zum Thema - Analyse ausgewählter Critical Incidents - Erweiterung des Trainerrepertoires (Pausenspiele, Fragebögen usw.)
Modul 4: Materialentwicklung: Design von Trainingsmaterialien
Rollenspiele und Simulationen gehören zu den effizientesten Methoden interkulturellen Trainings, seien sie kulturspezifisch oder kulturallgemein aufgebaut. Sie fördern affektive und behaviorale Wahrnehmung, indem sie Emotionen freisetzen und Verhaltensmuster trainieren. Das Modul 4 gliedert sich in zwei Blöcke: In der ersten Einheit geht es ausschließlich um die Vorstellung und Durchführung von Simulationen und Rollenspielen. Im zweiten Block hingegen steht die Entwicklung eigener Entwürfe im Vordergrund.
Im Einzelnen werden folgende Themen behandelt: - Methoden interkulturellen Trainings - „Compliance“ und Lernermotivation - Trainingsgestaltung und Unterrichtsfeinplanung - Materialentwicklung unter fachlicher Supervision
Modul 5: Evaluierung und Zertifizierung
Nach der Präsentation der eigenen Projektarbeiten und intensivem Feedback lernen die Teilnehmer/innen, wie durchgeführte Schulungen evaluiert und der Lernerfolg dokumentiert werden. Interkulturelle Öffnung im Klinik- und Praxisalltag kann nachgewiesen und nach außen kommuniziert werden.
Hinweis zur Methodik: Der spezielle Ansatz sieht die kontinuierliche Übung grundlegender Trainer-Skills vor: Während der gesamten Ausbildung präsentieren und moderieren die Teilnehmer/innen z. B. ihre Gruppenarbeitsergebnisse selbst und bekommen ein professionelles Feedback. Auf diese Weise wird der Wechsel zwischen Teilnehmer- und Trainerebene aktiv genutzt, um die Basis für ein empathisches und authentisches Trainerverhalten zu schaffen.
Sie lernen
Als interkulturelle/r Trainer/in verfügen Sie am Ende der Ausbildung über einen professionellen Rahmen, welcher es Ihnen ermöglicht, qualitativ hochwertige Trainings eigenständig zu konzipieren und durchzuführen. Sie erlangen Methodensicherheit in Bezug auf Programmgestaltung, Materialauswahl sowie -entwicklung. Sie werden über sicheren Umgang im Hinblick auf den Einsatz grundlegender interkultureller Trainertechniken als auch über sichere Zeitplanung verfügen. Sensibilisiert sind sie in besonderem Maße für die Thematik im Gesundheitswesen.
Teilnehmerorientierung
Um eine erfolgreiche Ausbildung zu gewährleisten, legen wir besonderen Wert auf Transparenz und Beratung. Im Vorfeld der Ausbildung informieren wir Sie gerne umfassend über die Module, Inhalte, Methoden und Hintergründe. In unseren Trainern finden Sie kompetente Ansprechpartner, die sie individuell in allen Fragen bezüglich der Ausbildung beraten.
Vernetzung von Inhalten und Teilnehmern
Die Module sind inhaltlich aufeinander abgestimmt und es empfiehlt sich, die vorgegebene Reihenfolge einzuhalten. Die Teilnahme an dem Programm beinhaltet ein kleines E-Learning-Modul mit relevanten Publikationen zum Themenbereich sowie flankierenden Inhalten für die geplante Projektentwicklung. Alle Teilnehmer/innen erhalten für jede Veranstaltung ein ausgearbeitetes Handout mit den wesentlichen Inhalten der Ausbildung und werden zudem über ein Internetportal vernetzt und können untereinander über ein Forum Informationen austauschen.
Methoden
Wir bieten ein breites Spektrum an Methoden, da durch differenzierte Wissensvermittlung erfahrungsgemäß ein besserer Lernerfolg garantiert ist.
Die Ausbildung setzt deshalb auf folgenden Ebenen an: - Lernen auf der Erfahrungsebene: Sie können Methoden und Übungen selbst durchführen - Lernen auf der Anwenderebene: Sie reflektieren gemachte Erfahrungen und gewinnen so Rückschlüsse für die eigene Praxis - Lernen in der Praxis: Nach dem Prinzip learning by doing lernen Sie aus Rückmeldungen und Anwendungsvarianten - Transfer- Lernen: Sie lernen, wie schon bestehende Materialien für spezifische Zielgruppen angepasst werden können - Lernen durch Konzeption: Sie lernen, die neuen Inhalte in einen didaktischen Rahmen zu bringen. Dabei bekommen sie Tipps für die praktische Umsetzung - Lernen durch Auswertung: Durch die Evaluierung von Materialien und Programmen werden Ihnen neue Perspektiven eröffnet und gemeinsam werden praktische Handlungsanweisungen erarbeitet - Lernen mit E-Learning: Damit wird das individuelle Lernen der Teilnehmer gefördert, da sich die Lernphasen nicht ausschließlich auf die Präsenzphasen reduzieren und Ihnen zusätzliches Material zur Verfügung steht.
Teilnehmerkreis
Angesprochen sind Personen, die als interner oder externer interkultureller Trainer (m/w), Coach oder Berater/in in der Gesundheitsbranche arbeiten oder dies zukünftig tun möchten. Die Ausbildung ist ideal für Mitarbeiter/innen von Kliniken, Krankenhäusern und Arztpraxen, sowohl auf der Ebene Arzt / Pflegepersonal als auch Verwaltung und Weiterbildung. Ebenso angesprochen werden Mitarbeiter/innen und Dozent/innen von Pflegefachschulen und Hochschulen, die thematisch mit interkulturellem Lernen betraut sind. Es können auch Multiplikatoren und Tutoren teilnehmen, die als ausgebildete interkulturelle Trainer/innen zukünftig innerhalb der Klinik Schulungen durchführen.
Die Ausbildung spricht auch Existenzgründer/innen an, die sich auf dem Gebiet der interkulturellen Weiterbildung qualifizieren möchten. Diesen Personenkreis möchten wir besonders auf unser Programm "Getting started: Existenzgründungspaket Interkulturelle/r Trainer/in" hinweisen.
Einen Image-Flyer für die Veranstaltung können Sie hier als PDF-Version einsehen.
Organisatorisches
Ausbildungssequenz 2010 April 2010 - Juni 2010 in Göttingen
Modul 1: 16.03. – 17.03.2010 / Modul 2: 13.04. – 14.04.2010 / Modul 3: 18.05. – 19.05.2010 / Modul 4: 08.06. – 09.06.2010 / Modul 5: 29.06. – 30.06.2010
Dauer: 10 Trainingstage plus ca. 20 Stunden aufgabenbetreutes Lernen Seminarnummer: ; 04-10 Ort: Göttingen Teilnehmeranzahl: max. 12 Dozenten: Alexander Reeb (M.A.), Jiri Burgerstein (M.A.), Irena Angelovski (Dipl. Päd.) (über die Dozenten)
Preis: 2.960,-- €
* alle Preise verstehen sich zzgl. gesetzl. MwSt.
Im Preis enthalten sind neben allen Material-, Handout- und Zertifizierungskosten auch die komplette Tagungsverpflegung inkl. Gebäck, Getränken und Obst. Der Preis beinhaltet jedoch weder Mittag- noch Abendessen sowie auch keine Kosten für die Übernachtung. Bei der Auswahl von Übernachtungen unterstützen wir Sie gerne.
Zahlungsmodalitäten
Bis 20 Tage vor Ausbildungsbeginn sind 1.360 € fällig. Der Restbetrag wird in 4 Raten zu jeweils 400 € gezahlt (je zzgl. MwSt.).
Bei Zahlung des gesamten Betrages bis zum Ausbildungsbeginn gewähren wir Ihnen 5,5% Skonto.
Rabatt Wir bieten attraktive Rabatte für Frühbucher an:
Reduzierte Preise für Ausbildung im Gesundheitswesen V04-10 von Mrz - Jun 2010 in Göttingen (Frühbucher) Bei Anmeldungen bis zum 31. Januar 2010 nur 2.649 €
Die Gewährung eines Frühbucherrabattes setzt die Zahlung des Gesamtbetrages bis 20 Tage vor Ausbildungsbeginn voraus. Sind die Voraussetzungen für einen Frühbucherrabatt erfüllt, wird kein weiterer Skonto gewährt. Alle Preise verstehen sich zzgl. gesetzl. MwSt.
Wir würden uns über Ihre Teilnahme an dieser Veranstaltung freuen.
Anmeldung
Sie können sich für die oben ausgeschriebenen Seminare durch das Ausfüllen und Zusenden (faxen) eines der folgenden Anmeldeformulare anmelden.
- Anmeldeformular Ausbildung im Gesundheitsbereich V04-10 Mrz. - Jun. 2010 in Göttingen
Online können Anmeldungen über folgenden Link erfolgen: Online Anmeldung.
Qualitätssicherung und Zertifizierung der Ausbildung
Die Ausbildung zum "Interkulturellen Trainer (m/w) in 5 Modulen für den Gesundheitsbereich" ist durch die Deutsche Gesellschaft für interkulturelle Trainingsqualität e.V. (dgikt) offiziell geprüft und zertifiziert worden. Absolventen unserer Ausbildung erhalten daher ab sofort eine zusätzliche Auszeichnung: "Zertifizierter Trainer der Deutschen Gesellschaft für interkulturelle Trainingsqualität e.V."
Qualität in der Bildung: IKUD® Seminare ist zugelassener Bildungsträger nach AZWV, offiziell akkreditierter Anbieter von Fortbildungs- und Qualifizierungsangeboten des Instituts für Qualitätsentwicklung Wiesbaden (§ 1 Abs. 2 iVm. §§ 9-11 IQVO) sowie durch die Deutsche Gesellschaft für interkulturelle Trainingsqualität e.V. (dgikt) offiziell geprüft und zertifiziert.
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