Lernprozesse durch interkulturelles Training
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Kategorie: Blog, Pressespiegel

Lernprozesse durch interkulturelles Training

Kulturelle Prägung hat großen Einfluss auf Kommunikation und Umgang

Die zunehmende Vernetzung unserer Lebenswelt(en) führt „wohl“ oder „übel“ zu einem verstärkten Kontakt von Personen mit unterschiedlicher kultureller Herkunft und Prägung. Wohl, wenn bei den beteiligten Akteuren eine Sensibilisierung für die unterschiedliche Enkulturation, d.h. z.B. Erziehung und deren Ergebnisse, vorhanden ist. In diesem Fall kann Kommunikation so erfolgen, dass es beim Empfänger im gemeinten Sinn ankommt, kann Verhalten „richtig“ eingeschätzt und interpretiert oder zumindest „ausgehalten“ werden. Übel, wenn bei den Beteiligten diese Grundsensibilisierung nicht vorhanden ist, da dies zwangläufig zu Fehlinterpretationen führt und zwar in allererster Linie negativen.

Verständis und Verstehen fremdkulturellen Verhaltens kann durch interkulturelles Lernen erfolgen. Eine erwiesenermaßen erfolgreiche Maßnahme interkulturellen Lernens ist interkulturelles Training. In einem solchen Training setzen die Beteiligten sich mit Ihrer eigenen Sozialisation auseinander und erkennen im optimalen Fall, welche kulturen Faktoren Einfluss nahmen. Diese Selbsterkenntnis ist der erste notwendige Schritt, um einen ausreichenden Abstand zur eigenen Kultur zu erlangen. Nun ist es möglich, zu analysieren, welche Vorgehensweisen und Verhaltensformen innerhalb der eigenen Kultur als „normal“ und „verbindlich“ angesehen werden und welche abgelehnt und sanktioniert werden.

Ein Beispiel: In Deutschland ist es bekanntermaßen üblich, bei wichtigen Verabredungen, (relativ) pünktlich zu erscheinen. Dies funktioniert natürlich nicht in allen Fällen, jedoch steuert dieser „Kulturstandard“ das Verhalten einer Mehrheit und es kommt zu Sanktionen, wenn deutlich dagegen verstoßen wird. Sobald man auf Personen – aus der eigenen und fremden Kultur – stößt, die in Bezug auf Zeit anders sozialisiert sind kommt es in der Regel zu kritischen Ereignissen. Der jeweiligen Person wird von der sozialen Umwelt schnell Unzuverlässigkeit unterstellt. Bei Kulturen, die einen starken Bezug auf der Personenebene haben spielt die Pünktlichkeit als ein Aspekt der Zeitorientierung eine untergeordnete Rolle. Es wird sich bei Treffen Zeit für persönliche Aspekte genommen und dies kann wiederum zu Verspätungen führen.

Interkulturelles Training sollte daher bei Themen ansetzen, die ohne Erklärungen zu kritischen Ereignissen führen. Natürlich sollte die Auswahl der Felder mit ausreichenden Kenntnissen der Zielkulturen erfolgen. Des Weiteren sollte ein interkulturelles Training sich nicht auf rein kognitive Aspekte reduzieren, da eine Wissensvermittlung im Sinne „wie es in einer anderen Kultur ist“ nicht zu Verhaltensänderungen führt. Optimal ist eine Ausgewogenheit zwischen kognitiven und affektiven Methoden und Übungen. Teilnehmende sollten sich aktiv in die fremdkulturellen Rolle begeben können, um auch emotional zu erfahren, wie es sich anfühlt, wenn eigenkulturelle Erwartungen verletzt werden. In Verbindung mit diese persönlichen Erfahrungen verankert sich entsprechendes Hintergrundwissen über die kulturellen Hintergründe nachhaltig und führt dann im besten Fall zu gegenseitigem Verständnis und interkultureller Kompetenz.

Um den Prozess des interkulturellen Lernens zu beschleunigen, wendet sich IKUD® Seminare in erster Linie an Multiplikatoren, d.h. an Trainerinnen und Trainer, Coachs, Lehrerinnen und Lehrer, Mediatoren, Ausbilder u.a. Der Transfer des Gelernten erfolgt jeweils indiviudell und zielgruppenspezfisch. Auf diese Weise wird eine größtmögliche Vernetzung geschaffen. IKUD® Seminare hat seit 2005 bereits weit mehr als 400 Trainer/innen ausgebildet, die als zertifizierte „Interkulturelle/r Trainer/innen“ in diversen Arbeitsfeldern aktiv sind.

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