Handlungs- und Führungsstrategien im Umgang mit Vielfalt:
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Schleswig-Holsteinischen Landtag setzt auf Diversity & Antidiskriminierung
Göttingen/Kiel, Oktober 2025 – Vielfalt aktiv gestalten, Diskriminierung vorbeugen und unbewusste Vorurteile erkennen: Unter dieser Leitidee führte die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Schleswig-Holsteinischen Landtag im Sommer 2025 vier vertiefende Workshops zum Thema „Diversity & Antidiskriminierung“ durch. Bereits im Vorjahr hatte ein interaktiver Workshop mit Dr. Nicole Meckoni die Grundlage für die weitere Auseinandersetzung geschaffen.
Die Workshops im Juni und Juli 2025 wurden von Markus Pfeil (IKUD® Seminare, Göttingen) geleitet und richteten sich an die Abgeordneten und Mitarbeiter*innen der Fraktion. Ziel war es, konkrete Strategien für ein diskriminierungssensibles Miteinander im Fraktionsteam zu entwickeln und ein Leitbild für Antidiskriminierung zu erarbeiten.
Praxisnahe Arbeit an eigenen Beispielen
Ein zentrales Element der Workshops war die Arbeit mit realen Fallbeispielen aus dem gemeinsamen Arbeitsalltag. Die Teilnehmenden reflektierten typische Situationen, diskutierten Handlungsoptionen und entwickelten gemeinsam Leitlinien, die im parlamentarischen Alltag tragfähig sind. Im Fokus standen dabei Fragen der Wahrnehmung und Bewusstmachung unbewusster Vorurteile sowie konkrete Ansätze, Diskriminierung wirksam entgegenzutreten.
Vielfalt als gesellschaftlicher Auftrag
Die gesellschaftliche Heterogenität spiegelt sich auch in Parteien und politischen Institutionen wider. Unterschiedliche Generationen, Genderfragen, sexuelle Orientierung oder verschiedene kulturelle Hintergründe prägen die Arbeitsrealität – und erfordern klare Strategien für einen wertschätzenden Umgang miteinander.
„Vielfalt ist eine Ressource, die wir aktiv nutzen wollen – nicht nur im Dialog mit der Gesellschaft, sondern auch in unserer täglichen Zusammenarbeit“, so die Rückmeldung aus den Reihen der Teilnehmenden. Die Workshops lieferten dafür nicht nur theoretische Impulse, sondern auch konkrete Handlungsinstrumente.
„Als Fraktion tragen wir Verantwortung für eine politische Kultur, die Vielfalt nicht nur anerkennt, sondern aktiv lebt. Die Workshops haben uns darin bestärkt, Diskriminierung entschieden entgegenzutreten und unsere eigenen Strukturen kritisch zu reflektieren. Im nächsten Schritt erarbeiten wir ein Leitbild für unsere Fraktion, das klare Maßstäbe für ein respektvolles, diskriminierungssensibles Miteinander setzt – nach innen wie nach außen.“ so Uta Röpcke, parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion.
Nachhaltige Wirkung im politischen Alltag
Mit der Durchführung der insgesamt fünf Workshops (2024 und 2025) hat die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Schleswig-Holstein ein starkes Signal gesetzt: Diversity und Antidiskriminierung werden als Kernaufgaben verstanden, die für eine moderne, inklusive und zukunftsorientierte Politik unverzichtbar sind.
„Politische Organisationen sind Vorbilder. Sie prägen Debatten, Sprache und Strukturen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns kontinuierlich mit den Themen Vielfalt und Antidiskriminierung auseinandersetzen“, betont Markus Pfeil.
Damit reiht sich die Fraktion ein in eine wachsende Zahl von Organisationen, die Diversity & Inclusion nicht als Pflicht, sondern als Chance begreifen – und aus dieser Überzeugung heraus gezielt in die Kompetenzentwicklung ihrer Mitglieder investieren.





