Alltägliche Entscheidungen, Interaktionen und Wahrnehmungen sind geprägt von kulturellen Deutungsmustern. Sie wirken als sozial geteilte Deutungsangebote und Handlungsorientierungen, die voneinander unabhängige alltägliche Eindrücke und Erfahrungen in einen Sinnzusammenhang stellen. In dieser Funktion vermitteln kulturelle Deutungsmuster Kontinuität und Stabilität und werden im entsprechenden kulturellen Kontext als bekannte Norm vorausgesetzt. Ferner beruhen kulturelle Deutungsmuster auf kollektiven Erfahrungen und geteilten Traditionen, die wesentlich für die Herausbildung der kollektiven Identität einer Gruppe sind. Sie sind Teil des kulturellen Gedächtnisses einer Gruppe oder Gesellschaft, welches den kulturellen Wissensbestand und das Selbstbild der Gruppe an nachfolgende Generationen vermittelt.
Artikelhinweise
Modell Kulturdimensionen nach Geert Hofstede (02. Oktober 1928 – 12. Februar 2020) Kulturdimensionen: In der interkulturellen Forschung sind verschiedenen Ansätze verbreitet, die sich mit der Klassifizierung kultureller Differenzen beschäftigen. Die Ansätze unterscheiden sich in erster Linie darin, ob sie eher…
Mentale Vereinfachungen komplexer Kontexte: Stereotyp und Vorurteil Ein Stereotyp (griech. stereós – „fest, hart, haltbar, räumlich“ und týpos – „-artig“) ist eine mentale Vereinfachung von komplexen Eigenschaften oder Verhaltensweisen von Personengruppen. Obwohl diese vereinfachten Eindrücke und Darstellungen nicht immer wahrheitsgetreu…
Interkulturelles Training – Inhalte und Methoden: kulturgenerell/kulturspezifisch und aktiv/passiv Zur Methodik des Interkulturellen Trainings äußern sich vor allem Herbrand und Kainzbauer detailliert. Herbrand entwickelt ein Modell, in dem er zunächst zwischen kulturallgemeinen und kulturspezifischen Trainings differiert. Die kulturallgemeinen Trainings, auch…





