Veröffentlichungen & Glossarbeiträge
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© freshidea – stock.adobe.com Organisationskultur
Mit dem Begriff der Organisationskultur werden die von allen Mitarbeitenden geteilten Grundannahmen, Werte und Normen innerhalb einer Organisation bezeichnet. Diese entwickeln sich im Prozess der Bewältigung interner und externer Herausforderungen der jeweiligen Organisation und gelten als Ansatz zur Problemlösung für alle Mitglieder bindend. Die Organisationskultur gilt als Instrument zur gezielten Koordination und Steuerung organisatorischer Angelegenheiten…
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© freshidea – stock.adobe.com Integration
Der Begriff Integration referiert auf das Ziel der gleichberechtigten Teilhabe und Einbindung einer Minderheit am gesellschaftlichen Leben im Kontext einer Mehrheitsgesellschaft. Grundlegend dafür ist die Bewahrung der jeweiligen nationalen, kulturellen oder religiösen Identität der betreffenden Minderheit sowie der Schutz ihrer Interessen und Bedürfnisse. Der Begriff erfährt vor allem praktische Anwendung im Migrationsprozess und der Einbeziehung…
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© ViskBx – stock.adobe.com Mehrheitsgesellschaft
Die Mehrheitsgesellschaft bestimmt und repräsentiert aus ihrer relativen Machtposition heraus die herrschenden kulturellen Normen innerhalber der Gesellschaft. Mit dieser kulturellen Deutungsmacht gehen gesellschaftliche Privilegien einher, die sozialen oder kulturellen Minderheiten innerhalb der Gesellschaft verwehrt bleiben. Wer die relative Position der Mehrheitsgesellschaft für sich beanspruchen und durchsetzen kann hängt damit zusammen, entlang welcher gesellschaftlich anerkannter Differenzlinien…
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© Frog 974 – stock.adobe.com Marginalisierung Bedeutung
Das Phänomen der Marginalisierung geht mit dem Problem der Diskriminierung einher und bezeichnet die strukturelle Verdrängung von Individuen oder sozialen Gruppen an den figurativen und/oder geografischen Rand der Gesellschaft. Der Prozess der Marginalisierung findet immer in bereits bestehenden gesellschaftlichen Machtgefügen statt. Marginalisierte Gruppen werden von der gesellschaftlichen Mitte sozial, wirtschaftlich und oft auch räumlich segregiert.…
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© backup_studio – stock.adobe.com Migrationsgesellschaft Definition
Der Begriff der Migrationsgesellschaft verweist auf die konstante Veränderung von Gesellschaften durch den Zu- und Wegzug von Menschen. Damit einher gehen langwierige gesellschaftliche Aushandlungs- und Anerkennungsprozesse, die den Charakter und das Zusammenleben in einer Migrationsgesellschaft wesentlich prägen. Denn die Migration und Mobilität von Menschen und Gruppen betrifft eine Vielzahl der kulturellen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen…
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© CrazyCloud – stock.adobe.com Kulturalismus – Definition
Der Begriff Kulturalismus beschreibt problematische Denk- und Wahrnehmungsweisen, die auf einem diskriminierenden Kulturbegriff basieren, der das Wort Rasse durch Kultur ersetzt. Kulturalistische Argumentationsweisen verfolgen unterschiedliche Strategien zur diskursiven Herstellung von Differenz und/oder vermeintlicher Homogenität. So wird der Begriff der Kultur meist mit der ethnischen Herkunft einer Person gleichgesetzt oder alle Mitglieder einer ethnischen Gruppe auf…
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© Wolfilser – stock.adobe.com Gleichstellung
Begriff Der Begriff der Gleichstellung beruht auf der Forderung nach sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Ziel ist es, strukturelle Benachteiligungen von Personen oder sozialen Gruppen zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen abzubauen. Gleichstellung bedeutet dabei nicht, dass alle Menschen gleich sind oder gleich behandelt werden müssen, sondern dass sie vergleichbare Chancen auf Teilhabe, Entwicklung und Zugang…
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© Sardar – stock.adobe.com Antidiskriminierung
Antidiskriminierung basiert auf der Prämisse der gesellschaftlichen Gleichbehandlung. Unter dem Begriff lassen sich jene Strategien und Maßnahmen zusammenfassen, die das gemeinsame Ziel verfolgen, Forderungen nach Gleichbehandlung aller Individuen und Gruppen innerhalb der Gesellschaft durchzusetzen. Maßnahmen mit der Forderung nach Antidiskriminierung können grob in drei Hauptstrategien unterteilt werden. Erstens gilt es neben der rechtlichen Sanktion von…
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© Javier brosch – stock.adobe.com Heimat
Der im deutschen Sprachgebrauch gängige Begriff ‚Heimat‘ impliziert die emotionale und persönliche Verbundenheit mit einem oder mehreren Orten, Regionen oder Ländern. Der Begriff unterscheidet sich dahingehend von dem eigenen Geburts- oder Wohnort, als dass eine jeden Person sich ganz individuell zu ihrer jeweiligen Heimat hingezogen oder gar gänzlich heimatlos fühlen kann. In diesem Sinne bezieht…
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© MdMahmudul – stock.adobe.com Ethnie Definition
Mit dem Begriff Ethnie werden Gruppen bezeichnet, die bestimmte Aspekte wie z.B. Herkunft, Geschichte, Sprache oder Religion miteinander teilen und von außen als homogen und von anderen Gruppen abgrenzbar wahrgenommen werden. Bei dem Begriff der Ethnie handelt es sich entweder um eine Selbst- oder Fremdzuschreibung, die historisch wandelbar ist und die Vorstellung einer kollektiven Identität…
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© Design@22 – stock.adobe.com Diaspora – Begriff
Mit dem Begriff Diaspora werden religiöse, nationale oder ethnische Gemeinschaften bezeichnet, die fernab von ihrer ursprünglichen Herkunftsregion zerstreut auf andere Regionen als Minderheit in einer anderen Gesellschaft leben. Etymologisch leitet sich der Begriff aus dem Griechischen ab und bedeutet ‚Zerstreuung‘ bzw. ‚Vertreibung‘. Ursprünglich wurde der Begriff der Diaspora mit der geografischen Zerstreuung des jüdischen Volkes…
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© Finkenherd – stock.adobe.com Interkultureller Dialog
Der Interkulturelle Dialog ist eine spezifische Interaktionsweise zwischen Angehörigen unterschiedlicher kultureller Kontexte. Im Rahmen des interkulturellen Dialogs wird auf einer gemeinschaftlichen und kooperativen Basis ein Meinungsaustausch zwischen den Teilnehmenden unter der Berücksichtigung und Akzeptanz kultureller Differenzen angestrebt. Dieses Format verfolgt das Ziel, Konflikte und Vorurteile zu vermeiden und plädiert für Werte wie Toleranz, Offenheit und…
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© CrazyCloud – stock.adobe.com Kulturelle Deutungsmuster
Alltägliche Entscheidungen, Interaktionen und Wahrnehmungen sind geprägt von kulturellen Deutungsmustern. Sie wirken als sozial geteilte Deutungsangebote und Handlungsorientierungen, die voneinander unabhängige alltägliche Eindrücke und Erfahrungen in einen Sinnzusammenhang stellen. In dieser Funktion vermitteln kulturelle Deutungsmuster Kontinuität und Stabilität und werden im entsprechenden kulturellen Kontext als bekannte Norm vorausgesetzt. Ferner beruhen kulturelle Deutungsmuster auf kollektiven Erfahrungen…
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© Rifqi – stock.adobe.com Migrationshintergrund Definition
Der Begriff Migrationshintergrund bezeichnet laut statistischem Bundesamt die Kategorisierung einer Person, wenn sie entweder selbst oder mindestens ein Elternteil ohne deutsche Staatsangehörigkeit geboren wurde. Bei dieser Kategorisierung handelt es sich jedoch zugleich um den Versuch, Gruppen von Menschen, die nicht der unhinterfragten Norm der Mehrheitsgesellschaft entsprechen, aufgrund ihrer Herkunft zu klassifizieren. Es handelt sich also…
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© Davids/peopleimages.com – adobestock Transkulturelle Pflege
Begriff „Transkulturelle Pflege“ geht auf Madeleine Leininger zurück Der Begriff der transkulturellen Pflege geht auf die Arbeiten und Erkenntnisse der US-amerikanischen Ethnologin und Krankenschwester Madeleine Leininger (1925–2012) zurück. Leininger prägte den Begriff im Rahmen ihrer Pflegetheorie (siehe u.a. das ‚Sunrise Model‘) und plädierte damit explizit für die Bedeutung und Notwendigkeit einer kultursensiblen Pflege gemäß den…
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© SecondSide – adobestock Unconscious Bias
Unbewusste Voreingenommenheit – Unconscious Bias Definition Der aus dem Englischen stammende Begriff unconscious bias (dt. unbewusste Voreingenommenheit) beschreibt situativ auftretende und voreingenommene Assoziationen, Denkmuster oder stereotype Vorstellungen gegenüber einer anderen Person oder sozialen Gruppe. Diese kognitiven Verzerrungen beeinflussen die eigene Wahrnehmung und Einstellung zu anderen Menschen sowie das alltägliche Verhalten. Anhand bestimmter Sehgewohnheiten und vergangener…
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© Лилия Захарчук – adobestock Divergenzhypothese
Divergenzhypothese Definition & Begriff Die Divergenzhypothese besagt, dass kulturelle Unterschiede trotz der allgegenwärtigen Globalisierungsprozesse bestehen bleiben. Demgegenüber steht die Konvergenzhypothese, die davon ausgeht, dass eben jene Globalisierungsprozesse zu einer Annäherung und letztlich Aufhebung kultureller Unterschiede führen. Beide Hypothesen werden in der Globalisierungstheorie als sich wechselseitig beeinflussende Prozesse zusammengedacht. Artikelhinweise zum Thema „Divergenzhypothese“
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© Prostock-studio – adobestock Bildungsinländer*in / Bildungsausländer*in
Bildungsinländer*in bezeichnet Personen, die Hochschulzulassungsberechtigung in Deutschland erworben haben Der Begriff Bildungsinländer*in bezeichnet jene Personen, die ihre Hochschulzulassungsberechtigung innerhalb des deutschen Bildungssystems erworben haben und keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Von allen Studierenden in Deutschland macht die Anzahl der Bildungsinländer*innen seit geraumer Zeit einen Anteil von drei Prozent aus. Der Begriff Bildungsausländer*innen hingegen verweist auf Personen…
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© Gorodenkoff – stock.adobe.com Internationales Projektmanagement
Internationales Projektmanagement versucht kulturelle Unterschiede in Kommunikation, Infrastruktur & Projektverständnis zu berücksichtigen Internationale Kooperationen werden im Zuge von Herstellungsprozessen, Lieferketten oder Standortverlagerungen immer öfter in Form von Projekten realisiert. Dies hat aber auch zur Folge, dass immer öfter Kooperationspartner*innen unterschiedlicher kultureller Hintergründe aufeinandertreffen. Ein echtes internationales Projektmanagement versucht in diesem Zusammenhang, die kulturellen Unterschiede in…
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© pict rider – adobestock Zukunftskonferenz
Zukunftskonferenz verfolgt das Ziel, eine gemeinsame Vision zu entwickeln Das gegenwärtige Format der Zukunftskonferenz als Methode der Erwachsenenbildung entspringt einer Idee des Organisationsberaters Marvin Weisbord aus den 1970er Jahren. Weisbord ließ sich von einem ähnlichen Format aus der Unternehmenskultur der 60er Jahre inspirieren. Das Format der Zukunftskonferenz sieht vor, dass eine repräsentative Auswahl an Teilnehmer*innen…
