Willkommenskultur in Deutschland
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Willkommenskultur in Deutschland – neue Bertelsmann-Studie

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Key Takeaways

  • Die Bertelsmann-Studie zeigt, dass Deutschland nach den Rekordeinwanderungen von 2015 und 2016 die Willkommenskultur im Test bestanden hat, jedoch kritischer wahrgenommen wird.
  • Der Ost-West-Unterschied in der Wahrnehmung von Flüchtlingen bleibt bestehen, mit mehr Zustimmung im Westen.
  • Die Studie hebt die Notwendigkeit interkultureller Kompetenzen hervor und fordert Investitionen in Sprachkurse und Bildung.
  • Ein Interview betont, dass eine positive Willkommenskultur entscheidend ist, um Fachkräfte aus dem Ausland anzuziehen und zu halten.
  • IKUD Seminare bietet interkulturelle Trainings an, um Unternehmen bei der Implementierung einer inklusiven Unternehmenskultur zu unterstützen.

Aktuelle Bertelsmann-Studie zum Thema „Willkommenskultur in Deutschland“

In der Bertelsmann-Studie von Januar 2017 wurden rund 2000 Probanden befragt, wie sie die Willkommenskultur in Deutschland wahrnehmen. Die Ergebnisse der Studie zeigen in erster Linie, dass Deutschland den Stresstest nach den Rekord-Einwanderungsjahren von 2015 und 2016 bestanden hat, der Prozess der Einwanderung wird allerdings insgesamt kritischer gesehen als in den Befragungen der vorangegangenen Jahre.

Trotz der wachsenden Skepsis scheint sich der Eindruck zu verfestigen, dass sich Deutschland stärker für die Einwanderung öffnet. Dennoch bleibt der Ost-West-Unterschied wie bereits in den Jahren zuvor bestehen und wird durch die Flüchtlingsfrage sogar noch verstärkt: Im Westen sind 65 Prozent der Bürger überzeugt, dass Flüchtlinge in der Bevölkerung willkommen seien; im Osten ist dahingegen nur jeder Dritte dieser Meinung.

Zudem zeigt sich im Vergleich zu den Befragungen zuvor, dass die Bereitschaft zur Aufnahme weiterer Flüchtlinge stark gesunken ist. Dagegen ist die Zustimmung gestiegen, dass jedes EU-Land – abhängig von Größe und Wirtschaftskraft – eine feste Anzahl an Flüchtlingen aufnehmen sollte.

Ein wichtige Zielgruppe bei der Studie waren Jugendliche zwischen 14-29 Jahren: Hier zeigte sich, dass für viele Personen dieser Zielgruppe die Begleiterscheinungen der Einwanderung mittlerweile als Normalität angesehen wird. Für die meisten der Befragten gilt jedoch immer noch, dass „deutschsein“ stark mit der Geburt im Land verbunden ist.

Die Studie konnte aufzeigen, dass in Deutschland eine ausgeprägte Willkommenskultur besteht. Die Integrationsbemühungen sollten jedoch verstärkt werden und zudem sollte eine bessere Steuerung der Migrationprozesse beachtet werden, damit die Aufnahmebereitschaft von Geflüchteten nicht sinkt und Deutschland auch weiterhin eine offene Einwanderungsgesellschaft bleibt.

Für die erfolgreiche Gestaltung einer solchen Einwanderungsgesellschaft gehören interkulturelle Kompetenzen ganz klar zu den wesentlichen Grundvoraussetzungen. Da interkulturelle Begegnungssituationen schon längst zum Alltag des gesellschaftlichen Zusammenlebens gehören, ist immer auch Potenzial für kulturell bedingte Missverständnisse vorhanden. Somit bleibt die interkulturelle Sensibilisierung auf allen Seiten weiterhin von hoher Bedeutung für eine gelingende Integrationspolitik.

Mit Bezug auf die längerfristige Perspektive im Bereich Integration stellen die Verfasser der Bertelsmann-Studie fest, dass viele der neuen Zuwanderer höchst lernwillig sind. Als Konsequenz fordern sie sowohl die Bereitstellung eines ausreichenden Angebots an Deutschkursen als auch „massive Investitionen in Schulen, Aus- und Weiterbildungsinstitutionen“ . Hier seien Bund und Länder gefordert, die „Aufnahmebereitschaft und -fähigkeit in den Kommunen weiter [zu] stärken“ (S.32). Die Vermittlung interkultureller Kompetenzen sollte demnach zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Als erfahrener und etablierter Anbieter der zertifizierten „Ausbildung zum Interkulturellen Trainer (m/w/d) in 5 Modulen“ steht IKUD® Seminare bereit, interkulturelle Trainerinnen und Trainer auszubilden, die als MultiplikatorInnen in den unterschiedlichsten Wirkungsbereichen die gefragten interkulturellen Handlungskompetenzen vermitteln können.

Den Volltext der Bertelsmann-Studie finden Sie zum kostenfreien Download unter
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/willkommenskultur-im-stresstest/

Willkommenskultur als Schlüssel gegen Fachkräftemangel

Im Rahmen der beliebten Sendung „Neugier genügt“ des WDR fand kürzlich ein spannendes Interview statt, in dem der Moderator Achim Schmitz-Forte mit Alexander Reeb, dem Geschäftsführer von IKUD Seminare, über das drängende Thema des Fachkräftemangels sprach. Ein zentraler Aspekt des Gesprächs war die Frage, wie eine gelebte Willkommenskultur dazu beitragen kann, Fachkräfte aus dem Ausland anzuziehen und langfristig für ein Land zu gewinnen.

Willkommenskultur als Schlüssel gegen Fachkräftemangel
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In einer globalisierten Welt sind hochqualifizierte Fachkräfte mobil und haben die Wahl, in welchem Land sie ihre berufliche Zukunft gestalten möchten. Alexander Reeb betonte, dass die Willkommenskultur eines Landes hierbei eine entscheidende Rolle spielt. Eine offene und inklusive Gesellschaft, die Vielfalt schätzt und ausländischen Fachkräften eine reibungslose Integration ermöglicht, ist attraktiv. „Es geht nicht nur um Jobangebote, sondern auch darum, sich willkommen und wohlzufühlen“, erklärte Reeb.

Die Willkommenskultur kann auf verschiedenen Ebenen umgesetzt werden. Dazu gehören nicht nur bürokratische Aspekte wie die Anerkennung von Qualifikationen, sondern auch soziale Faktoren wie interkulturelle Trainings und Sprachkurse. IKUD Seminare engagiert sich in diesem Kontext, indem es Unternehmen dabei unterstützt, eine inklusive Unternehmenskultur zu etablieren.

Ein weiterer Schwerpunkt des Interviews war die Frage, wie Fachkräfte aus dem Ausland sich für ein bestimmtes Land entscheiden. Neben den beruflichen Chancen spielen auch die Lebensqualität, die Sicherheit und die Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung eine Rolle. Hier kommt die Willkommenskultur erneut ins Spiel. Reeb erklärte, dass persönliche Netzwerke und Mundpropaganda eine entscheidende Rolle spiele: Wenn sich ausländische Fachkräfte in einem Land willkommen fühlen, teilen sie ihre positiven Erfahrungen mit anderen potenziellen Zuwanderern.

Insgesamt verdeutlichte das Interview, dass die Willkommenskultur ein maßgeblicher Faktor ist, um dem Fachkräftemangel erfolgreich zu begegnen. Eine offene Gesellschaft, die Vielfalt schätzt und Integrationsprozesse unterstützt, kann dazu beitragen, hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland anzuziehen und langfristig zu binden. Damit wird nicht nur wirtschaftliches Wachstum gefördert, sondern auch ein kultureller Austausch, von dem alle profitieren können. Interkulturelle Trainings als Teil einer gezielten Unternehmensstrategie tragen entscheidend dazu bei, das dies gelingt.

Artikel- und Veranstaltungshinweise

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