Migrationsgesellschaft Defintion
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Migrationsgesellschaft Definition

Der Begriff der Migrationsgesellschaft verweist auf die konstante Veränderung von Gesellschaften durch den Zu- und Wegzug von Menschen. Damit einher gehen langwierige gesellschaftliche Aushandlungs- und Anerkennungsprozesse, die den Charakter und das Zusammenleben in einer Migrationsgesellschaft wesentlich prägen. Denn die Migration und Mobilität von Menschen und Gruppen betrifft eine Vielzahl der kulturellen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Bereiche des Zusammenlebens und hat unmittelbaren Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung. Sowohl Migration als auch Mobilität stellen bisherige politische und administrative Praktiken infrage und fordern das tradierte Selbstverständnis der aufnehmenden Gesellschaft heraus. Migrationsprozesse öffnen schließlich den diskursiven Raum für gesellschaftliche Grunddebatten über das gemeinsame Zusammenleben und Konzepte wie Zugehörigkeit und Identität. Im Idealfall tragen sie zu einer konstruktiven Selbstreflexion und der normativen Selbstverständigung innerhalb der Gesellschaft bei.

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