Intersektionalität
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Intersektionalität

Der Begriff der Intersektionalität (engl. intersectionality) verweist auf ein Konzept, welches die Erfahrungen von Zugehörigkeit und Exklusion einer Person nicht in Einzelursachen, sondern in der Verschränkung diesen Ursachen zu Grunde liegenden Strukturkategorien untersucht. Dabei werden Persönlichkeitsmerkmale wie Gender, Klasse oder Ethnie nicht getrennt voneinander betrachtet, sondern in ihrer wechselseitigen Beziehung zueinander analysiert. Ziel ist es aufzuzeigen, wann welcher Identitätsmarker von Bedeutung ist und wie diese in ihrer Verflechtung zu einer expliziten Form von Zugehörigkeit oder Diskriminierung führen können. Mit dem Begriff der Intersektionalität soll ferner auf die Mehrdimensionalität komplexer Identitäten wie auch diskriminierender Erfahrungen aufmerksam gemacht werden. Eine einzelne Person kann demnach auf unterschiedlichen Ebenen von ungerechtfertigter Benachteiligung oder Ungleichbehandlung betroffen sein.
Der Begriff wurde Ende der 1980er-Jahre von der US-amerikanischen Rechtswissenschaftlerin Kimberlé Crenshaw eingeführt und etablierte sich fortan sukzessive in der Gender- und Diversitätsforschung sowie den Sozial-, Wirtschafts- und Kulturwissenschaften.

Quellen:
Helga Eberherr, Intersektionalität und Stereotypisierung. Grundlegende Theorien und Konzepte in der Organisationsforschung, in: Regine Bendl/Edeltraud Hanappi-Egger/Roswitha Hofmann (Hg.), Diversität und Diversitätsmanagement, UTB-Band 3519, Wien 2012, S. 61–78.

Weblinks zum Thema Intersektionalität (externe Webseiten):

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