Interkulturelles Training im Gesundheitsbereich

8. Dezember 2009 Seminare für Trainer/innen, Coachs & Berater

Das deutsche Gesundheitswesen ist einem immensen Strukturwandel unterworfen. Verantwortlich hierfür sind neben der demographischen Entwicklung und neuen Arbeitszeitregelung auch Migrationsbewegungen. Der Eintritt der ersten Migrantengeneration in das Rentenalter zeigt im Bereich Pflege beispielhaft, welche Umwälzungen in den nächsten Jahren in der Gesundheitsbranche auf uns zukommen.

Interkulturelle und interreligiöse Kompetenz ist zu einer Schlüsselqualifikation geworden, die für Klinikpersonal, Ärzte und Mitarbeitende in der Pflege unerlässlich ist. Sei es bei der Integration ausländischer Assistenzärzte im Team oder bei der Kommunikation mit Patientinnen und Patienten aus anderen Kulturen bzw. anderer religiöser Orientierungen – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens müssen lernen, mit dem „Fremden“ umzugehen. Hierfür werden interkulturelle Trainer (m/w) gebraucht, die speziell für den Gesundheitsbereich Weiterbildungen konzipieren und durchführen. In dem Seminar „Interkulturelles Training im Gesundheitsbereich“ lernen Sie die wichtigsten Grundlagen interkultureller Kompetenz in der Gesundheitsbranche kennen und bekommen eine Einführung in die Methoden, Materialien und Umsetzungsstrategien interkultureller Training für den Gesundheitsbereich.

IKUD® Seminare bietet das Seminar in Kooperation mit komMedikus an. Mit dieser Kooperation gelingt die auf dem Markt einzigartige Verknüpfung von Spezialisten mit Praxiserfahrung aus der medizinischen Branche mit dem Know-how des interkulturellen Trainerausbilders IKUD® Seminare.

Die Fortbildung, die auch aufbauend auf die „Ausbildung zum interkulturellen Trainer (m/w) in 5 Modulen“ besucht werden kann, vermittelt Ihnen die wesentlichen Grundlagen zur interkulturellen Interaktion und Kommunikation im Gesundheitsbereich. Darüber hinaus erhalten Sie die wesentlichen theoretischen und praktischen Kompetenzen, um Ihr neues Wissen im Praxisalltag und im Rahmen von interkulturellen Trainings weiterzugeben.

Der spezielle Input für den Themenbereich interkulturelle Kompetenz in Klinik, Arztpraxis und Pflege(-Ausbildung) befähigt Sie zur Konzeption und Durchführung interkultureller Trainings in Ihrem individuellen Arbeitsumfeld sowie der Vermittlung interkultureller Kompetenzen in Krankenpflegeschulen.

Inhalte

Einführung in die Grundlagen interkultureller Kompetenzen für den Gesundheitsbereich

Wir vermitteln ein breites Basiswissen zum Themenbereich „Inter- und Transkulturelle Kompetenz im Gesundheitssystem“ für Ihren individuellen Arbeitskontext. Kulturell und religiös differierende Sichtweisen auf Gesundheit und Krankheit beeinflussen Denk-, Verhaltens- und Heilungsprozesse.
So spielt z. B. die Frage der Ursachenzuschreibung von Erkrankungen und die kulturell bedingten Rollenerwartungen an Arzt, Pflegepersonal und Patient eine bedeutende Rolle in der Interaktion.

Durch die Vermittlung und das Erleben kultureller und religiöser Unterschiede werden Sie für den Umgang mit Menschen anderer kultureller Prägungen sensibilisiert. Der hohe Praxisbezug sichert einen effektiveren Umgang mit dem Phänomen Kultur im Alltag und befähigt Sie dazu, interkulturelle Probleme zu analysieren und Lösungsansätze zu entwickeln.

Kommunikation in der Gesundheitsbranche – interkultureller Kontext

Kommunikative Kompetenzen sind im Klinikalltag und in der Arztpraxis unerlässlich. Das Modul vermittelt speziell für den interkulturellen Kontext Techniken wie „Aktives Zuhören“. Diese ermöglichen es, künftig Gespräche erfolgreicher zu gestalten – sowohl mit deutschen als auch mit ausländischen Patient/innen und Mitarbeiter/innen.

Fallmethode und interkulturelle Konfliktlösung

Die Fallmethode ist gerade im medizinischen Bereich ideal, um (Konflikt-)Situationen alltäglicher interkultureller Begegnung zu analysieren und einen optimalen Lerneffekt zu erreichen. Deshalb wird diese Methode interkultureller Trainings intensiv behandelt: Anhand konkreter Beispiele aus der Realität lernen und reflektieren die Teilnehmenden, wie Konflikte beispielsweise aus dem Klinikalltag auf kulturelle Dimensionen zurückgeführt werden können und wie man selbst diese Kompetenzen weitervermittelt. Der Umgang mit „schwierigen Patienten“ wird thematisiert und Empfehlungen für Multiplikatoren gegeben, die später im Praxisalltag und während der durchgeführten Trainings Anwendung finden.

Trainings für das medizinische Arbeitsfeld gestalten

Es werden wichtige Methoden, Materialien und Umsetzungsstrategien behandelt, die die eigenständige Durchführung interkultureller Trainings für medizinisches Personal ermöglichen. Die Teilnehmer bekommen konkrete Tipps für die Gestaltung eigener interkultureller Sensibilisierungstrainings und Unterrichtsreihen. So ist bei der Konzeption solcher Trainings die Zielgruppenanalyse eine wichtige Grundlage: Je nachdem, ob z. B. Assistenzärzte oder Verwaltungsmitarbeiter geschult werden sollen, muss eine Schulungsmaßnahme unterschiedlich aufgebaut werden. Dies ist insbesondere für diejenigen von Bedeutung, die interkulturelle Kompetenzen als Multiplikator/in weitervermitteln möchten.

Voraussetzungen

Im Seminar werden die wesentlichen Grundlagen speziell für die interkulturelle Kommunikation in der Gesundheitsbranche vermittelt. Daher sind keine besonderen Voraussetzungen erforderlich. Gerne können Kenntnisse im Bereich interkulturelle Kommunikation / interkulturelles Training mitgebracht werden.

Wer sich im Vorfeld oder im Anschluss zusätzlich in einzelne Themenbereiche vertieft einarbeiten möchte, dem sei „Train the Trainer-Skills – Grundkenntnisse eines Trainers (m/w)“, die „Ausbildung zum interkulturellen Trainer (m / w) in 5 Modulen“ und / oder das Seminar „Interkulturelles Training – Einführung in Methoden“ empfohlen.

Gerne beraten wir Sie hierzu ausführlich.

Sie lernen

Durch das Seminar erhalten Sie eine Einführung in die Thematik „Interkulturelles Training im Gesundheitsbereich“. Die Themenbereiche „Krankheit“ und „Gesundheit“ sind kulturell und religiös geprägt. Bei uns lernen Sie, welche interkulturellen und religiösen Aspekte im Gesundheitswesen für Sie, Ihre Kolleginnen / Kollegen und Ihre Patient/innen von Bedeutung sind und an welchen Stellen Handlungsbedarf besteht.

Die Fortbildung vermittelt Ihnen neben interkulturellem Basiswissen für den Gesundheitsbereich und Lösungsansätzen zum Umgang mit Patienten, Kollegen und Pflegeschülern aus anderen Kulturen zusätzlich die Fähigkeit, Ihr neues Wissen im Arbeitsalltag an Ärzte, Krankenhauspersonal, (Alten-)Pfleger/innen, (Alten-)Krankenpflegeschüler, Verwaltungsangestellte usw. weiterzugeben.

Als interkultureller Trainer (m/w) für das Gesundheitssystem bzw. als Pflegepädagoge erhalten Sie die Grundlagen, Methoden und Materialien zur selbstständigen Konzeption und Planung qualitativ hochwertiger Trainings bzw. Unterrichtsreihen für Ihren Arbeitskontext.

Methoden

Die Veranstaltung zeichnet sich durch Methodenvielfalt aus. Neben Gruppenarbeiten, Simulationen, Rollenspielen und Kommunikationsübungen vermitteln Ihnen kurze flankierende Vorträge den theoretischen Hintergrund und erleichtern so das Verständnis der Thematik und die Einordnung der Materialien.

Teilnehmerkreis

Die Fortbildung ist ideal für Mitarbeiter/innen von Kliniken, Krankenhäusern und Arztpraxen – sowohl auf der Ebene Arzt-Pflegepersonal-Praxisanleiter als auch Verwaltung sowie Aus- und Weiterbildung. Angesprochen werden zudem Pflegepädagog/innen und Dozent/innen von Pflegefachschulen und Hochschulen, die thematisch mit interkulturellem Lernen betraut sind. Diese können als Multiplikatoren und Tutoren künftig innerhalb der Klinik Schulungen durchführen.

In der Fortbildung wird neben allgemeinem Basiswissen im Bereich interkulturelle Kommunikation ein inhaltlicher Schwerpunkt auf Gesundheits- und Krankheitskonzepte gelegt. Daher richtet sich das Seminar auch an die Absolventinnen und Absolventen der „Ausbildung zum interkulturellen Trainer (m/w) in 5 Modulen“, die ihr Trainingsrepertoire durch die Spezialisierung auf den Gesundheitsbereich erweitern möchten.

Organisatorisches

Dauer: 3 Tage
Termin 13. – 15. Oktober 2014
Tag 1: 11:00-18:30 Uhr, Tag 2: 09:00-17:00 Uhr, Tag 3: 09:00-16:00 Uhr
Seminarnummer: G1 (Mrz), G2 (Okt)
Ort:Göttingen

Seminarraum IKUD Seminare
Zu unseren Seminarräumen

Irena-Angelovski-Screenshot

Ihre Trainerin: Irena Angelovski (Dipl. Päd.) (über die Dozentin)

Preis: 780,- € zzgl. gesetzl. MwSt.

Absolventen der „Ausbildung zum interkulturellen Trainer (m / w) in 5 Modulen“ erhalten auf dieses Seminar 50% Rabatt.

Im Preis enthalten sind neben allen Material-, Handout- und Zertifizierungskosten auch die komplette Tagungsverpflegung inkl. Gebäck, Getränken und Obst. Der Preis beinhaltet jedoch weder Mittag- noch Abendessen sowie auch keine Kosten für die Übernachtung. Bei der Auswahl von Übernachtungen unterstützen wir Sie gerne.

Anmeldung

Sie können sich für die oben ausgeschriebenen Seminare durch das Ausfüllen und Zusenden eines der folgenden Anmeldeformulare anmelden:

Online können Anmeldungen über folgenden Link erfolgen:

Wenn Sie diese Veranstaltung gerne als Inhouse-Schulung buchen möchten, nehmen Sie bitte über folgendes Formular Kontakt zu uns auf.

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